Rolfing® Success Story: Certified Rolfer™, Henrike Rietz-Leiber

Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Henrike Rietz-Leiber, www.rolfing-rietz.de

„Für mich hat Rolfing® sofort gewirkt. Ich wollte ausbrechen aus diesem Teufelskreis von Schmerz und Henrike sagte etwas, das mich zutiefst beeindruckt hat: ‚Denk nicht darüber nach wie Du gehst. Bleib in Deinem Kopf und schau Dich um. Vermeide es möglichst an Deine Beine zu denken!’ Zuvor war ich immer damit beschäftigt, wie ich gehe, habe mich die ganze Zeit gefragt ‚Mach ich das richtig?’ oder ‚Macht das den Schmerz schlimmer?’. Heute sind Henrikes Worte mein ständiger Begleiter, ich folge ihrem Rat und fühle mich sehr viel optimistischer!“

Ich unterhielt mich mit Münchner Certified Rolfer™ Henrike Rietz-Leiber und ihrer Klientin Christa Werner. Christa ist von Beruf Apothekerin. Nach einer Hüftoperation im März 2014 litt sie an chronischen Schmerzen im Rücken und im rechten Bein, und wandte sich schliesslich an Henrike um sich einer Rolfing®-Therapie zu unterziehen.

„Meine Botschaft an Christa war es, sich nicht allzu sehr auf den Schmerz zu konzentrieren, ihren Beinen zu vertrauen, den Boden zu finden und den Raum wirklich zu spüren… Als ich sie das erste Mal sah war mir klar, dass ihre Resilienz gesteigert werden musste. Es bestand auch diese Blockade, die es ihr verunmöglichte, den Boden und den Raum zu sehen. Christas Kopf war ihr wie zu schwer“, erklärt Henrike.

Christa, was hat Sie dazu bewegt, es mit Rolfing® zu versuchen?

Mein Hausarzt hat mir Rolfing® für meine Rücken-, Schenkel- und Knieprobleme empfohlen und mir zehn Sitzungen verschrieben. Henrike habe ich online gefunden, ihre Praxis liegt in Haidhausen, in der Nähe meiner Wohnung. Ich habe im Februar mit Rolfing® begonnen und im Juni abgeschlossen. Wir haben uns an einen recht konsistenten, fast wöchentlichen Rhythmus gehalten. Danach habe ich mich so viel besser gefühlt. Es hat sich wirklich gelohnt!

Worin bestand das Problem?

Im März 2014 wurde ich an der rechten Hüfte operiert. Zur selben Zeit habe ich eine neue Matratze gekauft. Ich weiss, es klingt seltsam, aber nach der Hüftoperation begannen bei mir die ersten grösseren Rückenprobleme. Mein Rücken fühlte sich wie verknöchert an. Ohne Pause konnte ich nicht länger als zwei Stunden in meiner Apotheke stehen. All das geschah im selben Jahr, in dem ich meine Apotheke geschlossen habe, ich habe mich daher nicht wirklich darum gekümmert.

Hatten Sie es vor Rolfing® mit anderen Therapien versucht?

Ich habe einen Physiotherapeuten besucht, aber die Wirkung hielt jeweils nur ein paar Stunden an. Es war immer wieder dasselbe, die Rückenschmerzen kamen zurück. Ein Jahr später begann mein rechtes Knie zu schmerzen und ich spürte Krämpfe im rechten Oberschenkel. Ich habe Gymnastik getrieben, jedoch ohne Erfolg. Nichts schien zu wirken. Dann habe ich einen befreundeten Chiropraktiker aufgesucht, doch auch das blieb erfolglos. Ich habe mit Physiotherapie und Massagen weitergemacht bis ich Henrike traf.

War der Schmerz im rechten Bein bedingt durch ein Überkompensieren nach der Hüftoperation?

Henrike_Rietz-Leiber_and_client

Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Henrike Rietz-Leiber (www.rolfing-rietz.de): im Bild zu sehen sind Rolfer™ Henrike Rietz-Leiber und Klientin Suzanne Gergely.

Nach meiner Hüftoperation hat mir mein Arzt empfohlen, unter meiner linken Ferse eine spezielle Schuheinlage zu tragen. Das habe ich getan, und nach Abschluss der Rolfing®-Therapie war meine rechte Seite in Ordnung, die Schmerzen waren weg. Doch daraufhin begann meine linke Seite leicht zu schmerzen. Die zentimeterdicke Einlage wurde zuviel und ich habe sie auf einen halben Zentimeter reduzieren lassen; ich hoffe, dass sich das nun besser anfühlt. Seit Abschluss der Rolfing®-Therapie geht es meiner rechten Seite gut und mein Rücken fühlt sich wundervoll an. Ich kann mich wieder frei bewegen, das ist himmlisch! Ich werde nach den Ferien mit Henrike einen Termin vereinbaren um an meinem linken Bein weiterzuarbeiten.

Henrike fügt hinzu:

Während der 10 Sitzungen habe ich Christa ermuntert, sich selbst und ihrem Körper wirklich zuzuhören und die Stärke der Schuheinlage bei Bedarf zu reduzieren. An den eigentlichen Knochen kann ich natürlich nicht viel ändern. Es geht darum, wie man sich dem nähert. Manchmal ist der Körper wirklich dazu imstande, ohne weiteres zu kompensieren, aber bei Christa war das nicht der Fall. Man muss also Verschiedenes ausprobieren. Das wichtigste war für mich, Christas Resilienz aufzubauen und ihr dabei zu helfen, grössere Bewegungsfreiheit zu erlangen.

Ich erinnere mich daran, wie sie mit strahlendem Gesicht zu ihrer zweiten Sitzung erschien. Sie sagte, es sei ihre erste schmerzfreie Woche gewesen. Der Schmerz war zwar immer noch da, jedoch viel schwächer als zuvor. Meinen Aufzeichnungen entnehme ich weiterhin – das hat Christa nicht spezifisch erwähnt – dass sie während der zweiten Sitzung auch berichtete, der Schmerz entlang der Narbe ihrer Brustkrebsoperation auf ihrer rechten Seite sei verschwunden. Christa hatte mir zuvor nichts von diesem Schmerz erzählt, aber ich hatte ihre rechte, von der Operation betroffene Seite geöffnet, und sie sagte der Schmerz sei nun verschwunden.

Seltsam, nicht wahr, wie wir Schmerzen einfach vergessen können, die einst unser Leben beherrscht haben?

hrista: Ja, es war einfach wundervoll als Henrike die Spannung um meinen Arm und meine rechte Brust löste. Endlich konnte ich mich frei und schmerzlos bewegen. Es war toll! Ich glaube es ist normal, dass der Körper Negatives ausblendet. Am besten denkt man nicht daran!

Henrike fügt hinzu:

Ja, das ist oft der Fall. Nach Sitzung 8 fiel mir zum Beispiel auf, dass Christa sich bücken konnte um etwas vom Boden aufzuheben – das war vorher noch unmöglich gewesen. Das hat sie mir gegenüber nicht erwähnt. Für mich ist es eine wirklich gute Sache, dass Klienten den Schmerz vergessen!

Christa, hat Sie Rolfing® in irgendeiner Weise überrascht?

Ja! Ich singe in einem Chor und nach Sitzung 7 wies mich mein Gesangslehrer darauf hin, dass meine Stimme an diesem Tag besonders gut klang. In dieser Sitzung hatte Henrike meinen Kopf, meinen Hals und meine Schultern behandelt; diese Einsicht war also sehr erstaunlich und aufregend!

Erstaunt hat mich auch, wie viel optimistischer ich über die zehn Sitzungen hinweg geworden bin. Meine Einstellung dem Leben gegenüber hat sich grundlegend verändert und ich fühle, dass ich nun meine Zeit wirklich voll nutzen kann. Ich habe mehr Kraft und mehr Ideen für die Zukunft. Zurückblickend wird mir bewusst, dass ich ziemlich deprimiert war. Ich war 66 Jahre alt, konnte mich nicht mehr bewegen und musste mich die ganze Zeit ausruhen.

Ich möchte ein gutes Leben, möchte meine Tage sinnvoll füllen. Das ist mir sehr wichtig und zuvor wusste ich einfach nicht wie weiter mit dieser deprimierenden Situation. Wenn man so sehr auf körperlichen Schmerz konzentriert ist wird es schwierig, sich der Aussenwelt zu öffnen.

Waren die Rolfing®-Sitzungen in irgendeiner Weise herausfordernd?

Ja, da gab es eine Sitzung in der wir an meiner linken Hüfte gearbeitet haben. Henrike stiess dabei auf einen besonders wütenden Muskel! Es gab auch eine Sitzung, in der wir an meinen Füssen gearbeitet haben (Sitzung 2). Vor zwanzig Jahren habe ich einen Bandscheibenschaden erlitten und dabei meinen linken Fuss beschädigt; die Zehen sind seitdem leicht taub. Henrike hat meinem linken Fuss soviel Leben eingeflösst, dass es schon fast ungemütlich wurde. Als ich jedoch ihre Praxis verliess hatte ich das Gefühl, auf Wolken zu gehen. Einfach toll!

Einige Klienten berichten, dass sich beim Rolfing® auch zwischen den eigentlichen Sitzungen etwas tut. War das für Sie der Fall, Christa?

Ja. Ich hatte immer im Bewusstsein, was Henrike mir gesagt hatte. Nachdem Henrike meinen Brustbereich entspannt hatte, konnte ich in der Apotheke länger und gerader stehen. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich meine Körperhaltung automatisch anpasse.

Henrike, fallen Ihnen zu Christas Behandlung noch irgendwelche anderen Beobachtungen ein?

Ja, nach Sitzung 6 sagte Christa, dass sie sich im Rückenbereich frei fühlte und ihre Arme bewegen konnte. Es war sehr wichtig, ihre Arme heben zu können.
Christa war während und nach all unseren Sitzungen einfach so froh und glücklich. Ich kann mich gut an ihr Gesicht nach Sitzung 10 erinnern. Christa sagte „Wow! Ich bin einfach so glücklich mit meinem Körper“ und sie war wirklich in ihrem Körper. Als mich Christa das erste Mal besuchte war sie zwar anwesend, aber ihr Körper nicht. Und nun konnte sie ihre Arme schwingen, ihren Körper frei bewegen; sie hat in meinem Raum fast getanzt.

Vor allem sagte Christa: „Wenn ich jetzt Schmerz spüre weiss ich nun, wie ich mich davon befreien kann“. Es war einfach schön, sie richtig lächeln zu sehen und auf ihrem Gesicht so viel Leben zu erblicken.

Weitere Informationen zu Henrike Rietz-Leiber: www.rolfing-rietz.de
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